Thunfisch aus der Dose gehört für viele Menschen zum Alltag: Er ist günstig, lange haltbar und vielseitig einsetzbar – ob im Salat, auf der Pizza oder im Sandwich. Doch wie gesund ist Dosenthunfisch wirklich? Die Antwort ist: Er hat sowohl Vorteile als auch Nachteile.
Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine fachmedizinische Beratung. Wir können Ihnen keine Heilversprechen vermitteln. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen Ihren Arzt!
Die gesundheitlichen Vorteile
Thunfisch ist grundsätzlich ein nährstoffreiches Lebensmittel. Auch in der Dose liefert er:
- Hochwertiges Eiweiß: Thunfisch enthält viel Protein, das wichtig für Muskeln, Stoffwechsel und Sättigungsgefühl ist.
- Omega-3-Fettsäuren: Diese unterstützen die Herzgesundheit und wirken entzündungshemmend, auch wenn der Gehalt je nach Sorte und Zubereitung etwas geringer ist als bei frischem Fisch.
- Vitamine und Mineralstoffe: Dazu zählen vor allem Vitamin D, Vitamin B12, Selen und Jod, die für Immunsystem, Nervenfunktion und Schilddrüse wichtig sind.
- Kalorienarm (in Wasser): Thunfisch in eigenem Saft oder Wasser ist fettarm und eignet sich gut für eine ausgewogene Ernährung.
Mögliche Nachteile und Risiken
Trotz der Vorteile gibt es auch Punkte, die man beachten sollte:
- Quecksilbergehalt: Thunfisch gehört zu den Fischen, die vergleichsweise viel Quecksilber enthalten. Ein übermäßiger Verzehr kann gesundheitlich problematisch sein, insbesondere für Schwangere, Stillende und Kinder.
- Salzgehalt: Dosenthunfisch ist oft stark gesalzen. Ein hoher Salzkonsum kann den Blutdruck erhöhen. Abspülen vor dem Verzehr kann den Salzgehalt etwas reduzieren.
- Öl statt Wasser: Thunfisch in Öl enthält deutlich mehr Kalorien und Fett. Zwar sind pflanzliche Öle nicht grundsätzlich ungesund, sie können aber die Energiebilanz schnell erhöhen.
- Nachhaltigkeit: Viele Thunfischbestände sind überfischt. Produkte mit Nachhaltigkeitssiegeln (z. B. MSC) sind daher die bessere Wahl.
Wie oft ist Dosenthunfisch empfehlenswert?
Für gesunde Erwachsene gilt: Maß halten. Ein- bis zweimal pro Woche ist in der Regel unproblematisch. Schwangere sollten den Konsum deutlich einschränken oder ganz darauf verzichten und stattdessen quecksilberärmere Fischarten wählen.
Fazit
Thunfisch aus der Dose kann Teil einer gesunden Ernährung sein, wenn er bewusst konsumiert wird. Er liefert wertvolle Nährstoffe und viel Eiweiß, sollte aber wegen möglicher Schadstoffe, Salzgehalt und Umweltaspekten nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Wer zu Thunfisch in Wasser greift, auf Nachhaltigkeit achtet und ihn in Maßen genießt, macht gesundheitlich meist nichts falsch.