Frau Yoga Berg Meditation Slow Fashion - Das umweltfreundliche Gegenstück zur Fast Fashion Industrie

Slow Fashion – Das umweltfreundliche Gegenstück zur Fast Fashion Industrie

Die meisten Menschen beziehen ihre Kleidung aus der Fast Fashion Industrie. Meistens liegt das daran, dass diese Klamotten überall zu erwerben sind und aufgrund der Produktionsbedingungen überwiegend sehr günstig sind. Doch der Preis für die Produktion dieser Kleidung wird nicht in Geld bezahlt, sondern in Schäden an der Umwelt und menschenverachtenden Produktionsbedingungen in außereuropäischen Ländern. Erst so können diese Produkte überhaupt erst so günstig vertrieben werden.

 

 

Doch es gibt auch eine Alternative zu Fast Fashion. Hinter dem Begriff Slow Fashion verbirgt sich ein Begriff, dem der nachhaltige Konsum von Kleidung zugrunde liegt. So verzichten Menschen bewusst auf die schlechte Qualität und die günstigen Preise, um den Schäden an der Umwelt ein wenig entgegenzuwirken. Dabei muss Slow Fashion nicht immer mit mehr Kosten verbunden sein. Auch Tauschen und Secondhand Shopping sind beliebte Variationen des Verzichts aus Fast Fashion.

 

 

Was ist Slow Fashion eigentlich?

 

Slow Fashion ist das Gegenstück zu Fast Fashion. Langsame Mode meint damit eine Form der Produktion, die nicht auf schnellstmögliche Profite aus ist, sondern die die Produzenten, die Konsumenten und die Umwelt zu gleichen Teilen beachtet. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Umwelt. Ein großer Fokus liegt auch auf fairen Produktionsbedingungen für alle Beteiligten. Dabei sollen die Löhne für alle Beteiligten angemessen sein. Aber auch Recycling bei gleichzeitig hoher Qualität spielen bei dieser Form der Mode eine wichtige Rolle.

 

Meist werden diese Klamotten auch in Europa produziert. So können faire Löhne und angemessene Produktionsbedingungen besser vereinbart und kontrolliert werden. Gäbe es eine solche enorme Fast Fashion Industrie nicht, wäre der Gegenbegriff der langsamen Mode auch nicht notwendig. Denn die Vorstellungen, die mit dem Begriff geteilt werden, sollten nicht nur in der Theorie und in einem idealisierten Zustand Normalität sein. Lesetipp: Bio-Baumwolle: Daran erkennt man sie!

 

Woher kommt der Begriff Slow Fashion?

 

Etabliert wurde der Begriff im Jahr 2007 durch Kate Fletcher, die der Bewegung schlussendlich ihren Namen gab. Doch es fing schon viel früher an. In den 1990er Jahren begann der Boom der Fast Fashion Industrie durch eine enorm hohe Nachfrage an billig produzierter Mode. Diese Entwicklung führt sich stetig wachsend fort. 1991 wurde ein Bericht veröffentlicht, der die geringen Löhne und die teilweise lebensbedrohlichen Bedingungen großer Firmen enthüllte.

 

Dadurch wurden einige Marken wachgerüttelt und erkannten, dass Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen wird. 2013 gab es einen weiteren Skandal. Ein Unglück in Bangladesch, das eine weitere Bewegung zufolge hatte, führte dazu, dass erneut viele Menschen den Ursprung ihrer Kleidung hinterfragten. Durch die unmenschlichen und umweltzerstörenden Produktionsbedingungen etablierte sich die Slow Fashion Bewegung mit radikalen Forderungen.

 

Sie fordern ein sofortiges Umdenken, was die gesamte Produktion von Kleidung angeht. Damit einhergehend möchten sie auch die Konsumenten von einer anderen Wertschätzung gegenüber Kleidung überzeugen. Kleidung muss eben nicht billig sein und deshalb auch so schnell weggeworfen werden. Sie kann auch von hoher Qualität sein und mit einem reinen Gewissen gekauft werden.

 

Das Ziel von Slow Fashion

 

Die Vertreter dieser Bewegung möchten die Menschen anregen, ihren Konsum in Bezug auf Kleidung zu überdenken. Dabei wollen sie auch mit Klischees aufräumen. Denn langsame Mode muss nicht immer „Öko“ aussehen oder extrem teuer sein.

 

In Secondhand Läden findet man häufig stilvolle Klamotten, die eine hohe Qualität haben und zudem noch erschwinglich sind. Außerdem möchten sie, dass die Bedingungen für die Arbeiter, die an der Produktion von Mode beteiligt sind, fairer werden und die Umwelt nicht mehr so stark belastet wird. Sowohl Produzenten als auch Konsumenten sollen ihren Fokus auf mehr Fairness und mehr Nachhaltigkeit richten.