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Hitze bei COPD und Asthma: Was tun?

Des einen Freud, des anderen Leid. Die Tage werden immer länger, die Temperaturen steigen, heiß flirrt es auf dem Asphalt in der Stadt. Während die meisten Menschen, die heißen Sommertemperaturen genießen, leiden Asthmatiker und COPD-Patienten unter Atemnot und weiteren zum Teil lebensbedrohlichen Beschwerden.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine fachmedizinische Beratung. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen Ihren Arzt.

 

 

Allgemeines zu COPD

 

Bei COPD handelt es sich um eine Erkrankung der Lunge, bei der es zu chronischen Atemwegsverlegungen kommt. Aufgrund der permanent zu engen Atemwege und der damit einhergehenden entzündlichen Prozesse kommt es zu Atemnot, Husten, vermehrter Sekretion und Auswurf.

 

Ursachen einer COPD

 

Häufig wird die COPD mit dem Raucherhusten assoziiert, welcher als Auslöser einen großen Teil der Erkrankungen ausmacht, doch auch andere Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes und Intoxikationen mit anderen krankheitserregenden Stoffen können eine COPD begünstigen. Die COPD wird in verschiedene Stadien eingeteilt, je nach Schwere des betroffenen Gewebes und dem damit einhergehenden Gewebsuntergang. Bei einer kompetenten medizinischen Beratung unterstützt der Pneumologe in Frankfurt.

 

Allgemeines und Ursachen zu Asthma

 

Bei Asthma handelt es sich ebenfalls um eine chronische Erkrankung der Atemwege, welche anfallsweise zur Verengung eben dieser führt und mit einer akuten Atemnot einhergeht. Unbehandelt kann diese Krankheit während eines Anfalls durchaus tödlich verlaufen. Ursächlich für eine asthmatische Erkrankung sind häufig Allergien, meistens gegen Hausstaub, Pollen und andere Stoffe.

Die Zahlen der vollständig Genesenen variieren zwischen 30 und 50 Prozent. Die Lebenserwartung eines Asthmatikers ist bei guter medikamentöser Einstellung nicht anders als bei Nichterkrankten und auch die Lebensqualität muss nicht negativ beeinflusst werden. Häufig erhalten betroffene entsprechende Medikamente und Atemphysiotherapie.

 

Auswirkungen von Wärme auf die Lunge bei COPD

 

Extreme Hitze ist für COPD-Erkrankte potenziell gefährlich, so steigt das Sterberisiko während Hitzeepisoden um bis zu 14 Prozent – hält die Hitzewelle an, sogar bis zu 43 Prozent. Durch den voranschreitenden Klimawandel wird eine massive Steigerung des Gefährdungspotentials befürchtet.

Grundsätzlich fördert Wärme in erster Linie die Durchblutung und unterstützt die Muskulatur in ihrer Beweglichkeit, so auch die Atemhilfsmuskulatur wie die Rippenmuskeln. Doch ist die Wärme zu trocken und die Temperatur deutlich höher und steigt rapide, fällt vielen Betroffenen das Atmen zunehmend schwer. Dies liegt zum einen an der zu schwachen Atemmuskulatur, der Kreislauf muss bei extremer Hitze mehr arbeiten.

Die Herzfrequenz steigt, der Blutdruck oft auch, somit muss der Körper mehr Blut durch den Körper pumpen, um die Organe richtig mit Sauerstoff zu versorgen, folglich muss auch die Lunge ihre Kapazität erhöhen. Doch aufgrund der COPD ist das tiefe durchatmen erschwert, die Elastizität der Lunge reduziert, der Wärmetransport des Körpers funktioniert nur noch eingeschränkt. Dadurch kommt es zu einer starken Mehrbelastung des gesamten Organismus, was für Betroffene durchaus gefährlich, sogar lebensbedrohlich sein kann.

Auswirkungen von Wärme auf die Lunge bei Asthma

 

Auch auf Asthmatiker hat Hitze die oben genannte Wirkung. Doch schlimmer als die Hitze sorgen veränderte Ozonwerte für Reizungen der Bronchien und Atemwege, die Asthmaanfälle begünstigen. Dazu reizen auch Allergene, was zu Schwellungen im Rachenbereich führen kann. So besteht neben einem Asthmaanfall auch die Gefahr einer Anaphylaxie. Warum gesunde Ernährung so wichtig ist, erklären wir hier.

 

Hilfreiche Maßnahmen bei heißen Tagen

 

  • Direkte Sonnenstrahlung sollte möglichst reduziert oder vermieden werden, so kann sich die Haut und das Gewebe nicht übermäßig erhitzen.
  • Für ausreichend Hydratation sorgen. Also immer Wasser und Getränke zum Aufrechterhalten des Elektrolythaushalts dabeihaben.
  • Nicht überanstrengen und genügend Pausen einlegen.
  • Für ausreichend Luftzirkulation im Raum sorgen. Das hilft dem Sauerstoffaustausch des Raumes und ist gleichzeitig ein psychologischer Trick gegen Atemnot.
  • Wechselgüsse; Kältekompressen, Umschläge oder auch ein nasser Waschlappen können den Körper herunterkühlen und den Organismus entlasten.
  • Nicht panisch werden, atemtherapeutische Übungen durchführen wie die Lippenbremse, Kutschersitz einnehmen, Atemrichtungslenkung.
  • Medikamentenplan mit den Notfallmedikamenten wie Asthma-Inhalatoren bereithalten.
  • Sport in die kühlen Abendstunden verlegen.
  • UV- Index, Pollenflug und Ozonbelastung im Wetterbericht bei Aktivitäten mit einbeziehen