Der Pedelec Trend – Doch was sollte beachtet werden

Der Pedelec Trend – Doch was sollte beachtet werden?

Pedelecs und andere E-Bikes sind derzeit voll im Trend. In ganz Deutschland werden pro Jahr rund 2 Millionen der Fahrräder mit Elektroantrieb verkauft. Doch was unterscheidet ein Pedelec von einem herkömmlichen E-Bike und was muss beim Kauf und der Benutzung berücksichtigt werden? Dieser Artikel liefert die Antworten auf diese und weitere Fragen. Wir bieten keine Rechtsberatung darüber, ob und auf welche Weise E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs im Straßenverkehr verwendet werden dürfen. Bitte recherchieren Sie für Ihren individuellen Fall selbst.

 

 

 

Welche Arten von Elektrofahrrädern gibt es?

 

Elektrofahrräder machen das Radfahren auch für Sportmuffel zum Vergnügen. Auf Wunsch wird das Treten dabei elektrisch verstärkt oder auch komplett vom Fahrrad übernommen. Dadurch lassen sich enorme Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h und mehr erreichen, so dass es sich bei den E-Bikes technisch gesehen, meist gar nicht mehr um Fahrräder, sondern vielmehr um Kraftfahrzeuge handelt, die eine offizielle Zulassung für die Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr benötigen. Bei den Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung unterscheidet man grundsätzlich zwischen 3 Gruppen:

 

  • Pedelecs: Hierbei handelt es sich um Fahrräder, die nur dann elektrisch angetrieben werden, wenn der Fahrer auf die Pedale tritt. Solange die Pedalunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h erfolgt, gelten Pedelecs als Fahrräder.
  • S-Pedelecs: Anders als Pedelecs brauchen diese Fahrzeuge eine Zulassung, da sie, technisch gesehen, als Kraftfahrzeuge gelten. Sie erreichen mit Hilfe der elektrischen Unterstützung Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h. Die Zulassung beinhaltet eine Pedelec Versicherung sowie die Fahrerlaubnis der Klasse AM (Roller). Beim Fahren mit einem S-Pedelec ist das Tragen eines Helms verpflichtend. Außerdem dürfen sie nicht auf Radwegen benutzt werden, und auch das Mitnehmen von Kindern ist nicht gestattet.
  • E-Bikes unterscheiden sich von Pedelecs dadurch, dass sie auf Knopfdruck elektrisch betrieben werden, auch ohne dass man dafür in die Pedale treten muss. Bei einer Geschwindigkeit von 6 km/h oder höher gelten sie dadurch bereits als Kraftfahrzeuge und bedürfen ebenfalls einer amtlichen Zulassung. Eine Prüfbescheinigung der Mofa-Klasse oder, je nach Leistungsfähigkeit, auch ein anderer Führerschein ist für die Benutzung von E-Bikes gesetzlich vorgeschrieben.

 

Woran erkenne ich ein Pedelec?

 

Obwohl Pedelec und E-Bike nicht dasselbe sind, hat sich die Bezeichnung E-Bike allgemein durchgesetzt und wird auch für Pedelecs und S-Pedelecs gleichermaßen verwendet. Daher sollte man beim Kauf eines elektrischen Fahrrads unbedingt auf die Herstellerangaben sowie die Beschreibung achten und sich im Vorfeld über dessen Eigenschaften und Zulassungsvoraussetzungen genau informieren.

 

 

Wenn man das Elektrofahrrad ohne Helm und auf Fahrradwegen nutzen will, ist ein Pedelec die richtige Wahl. Pedelecs machen ca. 95 % aller Elektrofahrräder aus und gelten auch offiziell als Fahrrad, solange ihre Motorleistung 250 kW nicht übersteigt und sie nicht schneller als 25 km/h fahren können.

 

Für das Fahren eines Pedelec wird kein Führerschein benötigt und auch Kinder dürfen im Anhänger oder Fahrradsitz mitgenommen werden. Wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Elektrofahrrad diese Voraussetzungen erfüllt, sollte man sich am besten im Vorfeld des Kaufs auf der jeweiligen Anbieterseite im Internet oder auch über den Kundensupport informieren, um Fehlkäufe zu vermeiden.

 

Was ist bei der Nutzung eines Pedelec zu beachten?

 

Da Pedelecs offiziell zu den Fahrrädern zählen, muss man sich im Straßenverkehr auf einem Pedelec auch entsprechend verhalten. Das bedeutet, dass Radwege nach Möglichkeit genutzt und das Fahren auf offener Straße vermieden werden sollte.

 

 

Je nach Leistungsfähigkeit des Akkus hat ein Pedelec außerdem eine mehr oder weniger große Reichweite, was vor allem bei längeren Radtouren mit einkalkuliert werden sollte. Das Pedelec lässt sich zwar auch ohne elektrische Unterstützung bedienen, dies erfordert jedoch wesentlich mehr Kraft und Energie.

 

Generell gilt, dass die Benutzung des Pedelec in niedrigeren Gängen für eine längere Akkulaufzeit sorgt. Auch die Aufrüstung eines normalen Fahrrads zum Pedelec ist grundsätzlich möglich, diese sollte jedoch von qualifizierten Handwerkern durchgeführt werden, die mit den dafür notwendigen Vorschriften vertraut sind.

 

Fazit

 

Pedelecs sind eine wunderbare Alternative für alle, die das Radfahren lieben, aber nicht die Kondition oder den Willen haben, längere Strecken aus eigener Kraft zu bewältigen. Ein Pedelec kann ganz flexibel mit oder ohne elektrische Unterstützung genutzt werden und ist somit ideal, um sich an der frischen Luft zu bewegen, ohne anschließend komplett erschöpft zu sein. Das Pedelec kann so auch ältere Menschen effizient dabei unterstützen, fit im Alter zu bleiben.